Fehler im Schulbuch oder was einem Verlag lieber nicht passieren sollte

„Ein Buch ohne Fehler gibt es nicht.“
Ernst Probst

Jeder kennt es. Dieser Moment in der Schule, wenn der Lehrer den Rotstift ansetzt und man als Schüler merkt, welche offensichtlichen Fehler man gemacht hat. Aber nicht nur Schüler machen Fehler, sondern manchmal liegt der Fehler ganz wo anders: Nämlich im Schulbuch, dem treuen Begleiter eines lernenden Schülers (oder man lässt es im Schließfach 😈 , Anm. von Marie).

Fehler in einem Schulbuch sind selten. Zu mindestens aus Sicht des Schülers. Doch wie schon der Spiegel in einem Artikel 2007 zeigte, tauchen Fehler öfter auf, als man auf den ersten Blick vielleicht denken mag.

Neulich kam genau so ein Tag, an dem wir im Politikunterricht saßen und mit unserem Politik-Buch nichtsahnend gearbeitet haben. 1./2. Stunde mit einer großen Portion Müdigkeit. Doch dann entdecken erst ich, Marie, und nach einem energischen Ellenbogenhieb auch ich, Kathrin, folgende Abbildung, die uns wachrüttelte:

„Wirtschaftliche Globalisierung und internationale Beziehungen“, S.32

Fehler gefunden?
Falls nicht: Sehen Tschechiens und Kolumbiens Flaggen wirklich wie abgebildet aus? Nein. Als wir unsere Lehrerin damit konfrontierten („Das ist mir ja noch gar nicht aufgefallen!“), war auch sie ratlos. Tschechien müsste passend zur Flagge eine Position hochrücken, die untere Flagge wäre Niger, während Kolumbien komplett übrig blieben würde. Aber stimmt das mit der Platzierung alles dann noch mit der Realität überein? Oder hat ein Praktikant im Verlag einfach falsch formatiert? (Oder es soll ein Suchspiel für Schüler sein? 😛 , Anm. von Kathrin)

Auf jeden Fall ist das bis jetzt nicht der einzige Fehler im Politikbuch:

„Wirtschaftliche Globalisierung und internationale Beziehungen“, S.13

Die fehlenden Zahlen wurden mit Bleistift ergänzt, nachdem uns unsere Lehrerin, der der Fehler diesmal aufgefallen war, die weiteren Werte diktiert hatte…

In so einem Buch möchte man wirklich als Schüler gerne mal den Rotstift anlegen. Aber vielleicht (hoffentlich ❗ ) wird das Buch in der nächsten Ausgabe deutlich überarbeitet, damit die 21,40€ (Stand Juli 2015) gerechtfertigt sind…
Und ansonsten wird nach der Lektüre dieses Buches, jeder die häufig unbekannte Flagge Nigers kennen. 😀

Wer einen Einblick in das Buch erhalten möchte, kann diesem Link folgen und wird auf den ersten Probeseiten die obere Grafik, die mit den Flaggen, wiederfinden. So etwas sollte man vielleicht lieber nicht als „Blick ins Buch“ präsentieren… 🙄

/Einen schönen ersten Advent 💡 wünschen
Marie und Kathrin

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Die vollständige Quelle der Fotos und des Buches lautet ordnungsgemäß:
„Wirtschaftliche Globalisierung und internationale Beziehungen“,
1. Auflage, Druck 2014, erschienen im C.C. Buchner Verlag, Bamberg

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Älter als die Mütze erlaubt

Profiverkäufer verkaufen nicht. Sie finden heraus, was der potentielle Kunde möchte, und helfen ihm dann, es zu erhalten. Das ist kaufen lassen.

Wilhelm Gerbert

 

Genau diese sehr weise Verkäufer-Philosphie hat bei meiner letzten Shopping-Tour leider nicht geklappt…

Der Winter hatte begonnen, nächste Woche war der 1. Advent. Pünktlich dazu wurde es Zeit, sich auf die Kälte einzustellen -mit einer neuen Mütze.

Daher bin ich mit meiner Mutter in die nächste größere Stadt gefahren und bin in einen Hutladen gegangen, um nach einer neuen Mütze zu suchen.
In dem Laden war es voll und es gab nur eine Verkäuferin. Ein echter Familienbetrieb eben. Zuerst habe ich mich selbst umgeschaut, habe aber keine Mütze ohne Schirm und Bommel auf dem Kopf gefunden (vielleicht hast du ja zu hohe Ansprüche 😛 , Anm. von Marie). Deshalb hat meine Mutter die Chance genutzt, die Verkäuferin um Rat zu fragen, als diese einen Moment Zeit hatte.

M: „Wir suchen eine gefütterte Mütze.“
V: „Haben Sie dort geschaut?“ Die Verkäuferin zeigte auf ein Regal mit Kindermützen.
M: „Ja, aber wir suchen etwas ohne Schirm und in einem schlichten, dunklen Farbton.“
Die Verkäuferin schaute mich an: „Zu der Kopfgröße würden ja schon Mützen für Erwachsene passen, ansonsten bleiben wirklich nur die, die dort im Regal liegen.“
Noch bevor meine Mutter irgendetwas sagen konnte, war die Verkäuferin schon von einer anderen Kundin in Beschlag genommen worden.

-> Zwischenfazit: Ich bin 18 Jahre alt, man sieht es mir zwar nicht an, aber wenigstens die Kopfgröße stimmt.

Damit der Tag nicht ganz so erfolglos bleiben sollte, habe ich meine Mutter in ein Bekleidungsgeschäft begleitet, wo meine Mutter ein schickes Oberteil entdeckt hatte. Heute gab es in dem Laden 20% auf alles, sodass meiner Mutter die Entscheidung zum Kauf sehr leicht fiel und wir gingen zur Kasse. Die Verkäuferin gab den Preis des Oberteils ein, meine Mutter wollte gerade ihr Portemonaie öffnen, als die Verkäuferin den phänomenalen Satz „Wollen Sie mit Ihrer Tochter nicht noch in der Kinderabteilung? Schließlich gibt es heute 20% auf alles.“ aussprach. „Nein“, entgegnete meine Mutter grinsend, „heute nicht.“ 

-> Nächstes Zwischenfazit: Ich werde auch in einem Begleitungsgeschäft für so jung gehalten, dass ich noch auf Hello Kitty, Batman und Co. stehen könnte…

=> Was ist die Moral von der Geschichte?
Gar keine. Stattdessen habe ich einen sehr unmoralischen Vorsatz gefasst: Ich werde eines Tages in einem Restaurant mal einen Kinderteller bestellen, weil ich so jung aussehe, und danach als Absacker, für U18 Jährige wie mich, einen Ouzo bestellen, weil ich zu gerne mal das Gesicht des Kellners sehen würde (nicht nur du 😀 , Anm. von Marie).

/Kathrin

Startschuss!

Und plötzlich wsunset-473603_640eißt du:
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen,
und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

Meister Eckhart

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/Marie und Kathrin