Woche 52

Sitzen zwei Feministinnen am Esstisch.
Sagt die eine: „Reich mir bitte mal die Salzstreuerin.“

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„Wir müssen draußen bleiben!“ oder auch nicht – Gedanken zur Inklusion

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-ja das macht die Katze froh…
Helge Schneider

Wie reagieren Englischlehrer, wenn Schüler in der 12. Klasse mal wieder kein s an die 3. Person Sg. im Englischen setzen? (He, she, it -the s must fit!, Anm. v. Marie, nachdem sie Kathrin das Deutsche (das s muss mit) ausgeredet hatte)
Richtig, sie fauchen und miauen wie wilde Katzen.

Allgemeine Verwirrung im Englisch-Grundkurs. Was war mit ihrer Lehrerin passiert? Hat sie sich zu viele Videos von den Katzen im Internet angesehen? Oder wollte sie Grumpy Cat imitieren? (Dafür schaute sie jedoch noch zu freundlich!, Anm. v. Marie)

Nein. Und so begann die Geschichte eines wahren, kleinen „Kätzchens“… *miau*

Tatort: 5. Klasse
Sachlage: Im Sinne der Inklusion wurde 2015 beschlossen, auch Kinder mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen am normalen Unterrichtsgeschehen teilnehmen zu lassen. Auch an Gymnasien.
Tatbestand: So trug es sich zu, dass an unserer Schule in der 5. Klasse ein Kind existierte, welches wahrlos in die Klasse miaute.

Doch kommen wir zurück zu unserer Englischlehrerin.
Lehrerin: Stellen Sie sich mal vor, Sie stehen an der Tafel und schreiben etwas, als plötzlich ein MIAU hinter Ihnen ertönt.
Gelächter im Kurs.
Lehrerin: Bei dem Kind liegt eine geistige Einschränkung in Form von äh… ähm… Er miaut halt… vor. Deshalb hat er meistens auch einen Inklusionshelfer dabei. (Alias Herrchen?, Anm. v. Kathrin; Glaubst du, er hat Leckerlis für ihn dabei?, Anm. v. Marie auf Kathrins Gedanken) Es hat sich daher etabliert, einfach zurückzufauchen. Das habe ich hier in diesem Kurs einfach noch so drin, weil ich ihn gerade im Unterricht hatte…

Doch wann stößt Inklusion nun wirklich an seine Grenzen des normalen Schulwahnsinns?

Mitschüler: Immer diese 5. Klässler. Die sind so nervig.
Lehrerin: Ja, was machen die denn immer?
Marie: Die miauen doch immer!
Gelächter im Kurs und es folgte eine Anekdote aus dem tierischen Klassenzimmer.
Lehrerin: Neulich hatte ich Pausenaufsicht. Da kam mir ein auf allen Vieren krabbelnder Schüler entgegen. Und immer hat er die anderen Schüler anmiaut. (Zum Glück hatte sie kein Wollknäul dabei, Anm. v. Kathrin)

So eine Situation kann ja noch harmlos und schnell geregelt werden (Mach Männchen!, Anm. v. Marie), während es auch schwerwiegende Einschränkungen für den Schulalltag verursachen kann…

Lehrerin: Oder ein anderes Mal hat er einen Kollegen mehrfach entlassen -innerhalb einer Stunde. Und danach wieder eingestellt.
Ungläubige Blicke im Kurs.
Lehrerin: Ja, er ist aufgestanden, am Lehrerpult vorbeigegangen und gesagt „Sie sind entlassen!“.
Schüler: Einfach so, ohne Vorwarnung?
Lehrerin: Ja. Und als ich danach den Schüler gefragt habe, ob er den Kollegen am Ende wieder eingestellt hätte, meinte er „Das habe ich ganz vergessen!“.
Ein seelsorgendes Gespräch mit dem betroffenen Lehrer ergab aber, dass es am Ende wohl doch ein Happy End gab und niemand langfristig entlassen wurde.

Fazit: Katzen sind senil.

Wenige Wochen später wurde der betroffene Lehrer mit seiner vermeintlichen Kündigung konfrontiert:
Marie: Wie geht es Ihnen denn jetzt mit Ihrer Entlassung?
Lehrer mit Fragezeichen im Gesicht.
Marie: Ja, ich habe gehört, Sie sind mehrfach von einem Schüler neulich entlassen worden.
Lehrer: Woher wissen SIE das denn?!

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Der schönste Blick, den man je bei einem Lehrer sehen konnte.

Wir hoffen daher, dass Lehrer in Zukunft nicht nebenbei zur ihrem Didaktik-Studium noch Zoologie, tierisches Verhalten, Tiertraining, … studieren oder gar einen Hundeführerschein (wie er in Niedersachsen mittlerweile Pflicht ist) nachweisen müssen… 😀

//Marie und Kathrin

Fröhliche Weihnachten!

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Bevor wir gleich unter dem Weihnachtsbaum verschwinden (Ja, genau, unter den Baum. Dort liegen hoffentlich unsere Geschenke. 😀 ), wollen wir das oft als kalt und unpersönlich bezeichnete Internet etwas aufwärmen und ein „Fröhliche Weihnachten!“ in die Welt hinausposaunen (keiner von uns kann Posaune spielen, Anm. v. Marie).

Wir wünschen allen ein frohes Fest und ein paar ruhige Weihnachtstage, sodass endlich wieder Zeit für Familie, Freunde und für sich selbst bleibt!

Kathrin: Passend dazu möchte ich euch eines meiner Lieblingsweihnachtsgedichte aufsagen:

Weihnachten
von Joseph von Eichendorff

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Marie: Wer glaubt, dass das nur Copy & Paste war, liegt definitiv falsch. Kathrin ist wirklich so verrückt und kann dieses Gedicht auswendig.
Kathrin: Verrückt?! Wer erkennt denn schließlich alle Themes seines Lieblingscomputerspiels an den ersten Tönen und kennt jede Szene, wo es gespielt wird, auswendig?
Marie: Das ist etwas gaaanz anders. 😛
Kathrin <lachend, ironisch>: Wenn du das sagst…
Marie: Mein Wort ist Gesetz.
Kathrin: Darüber müssen wir nach Weihnachten nochmal reden…
Marie: 😈

Frohe Weihnachten wünschen Marie und Kathrin!
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Zwischen Mehl und Kekskrümmeln…

Was ist ein Keks unter einem (Tannen-)Baum? – Ein schattiges (Weihnachts-)Plätzchen.

Es ist der vierte Advent.
Eigentlich müsste Weihnachtsstimmung in der Luft liegen, aber zu mindestens in dem Teil von Deutschland, in dem wir wohnen, weisen lediglich die Supermärkte und die Weihnachtsmärkte auf diese Jahreszeit hin. Das Wetter ist mehr als nicht-weihnachtlich.

Trotzdem ereignete sich vor einigen Tagen folgendes Gespräch in der Schule:
Marie: Ich habe mit meiner Mutter wieder eine große Portion Plätzchen gebacken.
Kathrin: Toll. Ich habe seit über fünf Jahren nicht mehr gebacken!
Marie: Waaaaaaaaaaaas? 😯 Das muss ich unbedingt ändern!

Gesagt -getan. Gestern ging es ans Werk.
Und was passt dazu besser als das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ von Rolf Zuckowski?
(Die Lieder von Santiano! 😎 , Anm. v. Marie)

In der Weihnachtsbäckerei                        wohl eher Marie’s Bäckerei
gibt es manche Leckerei             
Zwischen Mehl und Milch
macht so mancher Knilch                          oder Knilchinnen! (Gendern :roll:, Anm. v. Marie)
eine riesengroße Kleckerei.
[…]
Wo ist das Rezept geblieben
von den Plätzchen, die wir lieben?            In der Backmappe von Marie’s Mutter
wer hat das Rezept
verschleppt

Na, dann müssen wir es packen
einfach frei nach Schnauze backen            s.o.
Schmeißt den Ofen an                                  Ober-/Unterhitze oder Umluft?
ran!

[…]

Brauchen wir nicht Schokolade,
Zucker, Honig und Succade                        Honig und Succade, sondern bunte Streusel
und ein bischen Zimt?                                  Zimt
das stimmt.                                                    …nicht

Butter, Mehl und Milch verrühren
zwischendurch einmal probieren
und dann kommt das Ei
vorbei.                                                            Marie hat getroffen!

[…]

Bitte mal zur Seite treten,
denn wir brauchen Platz zum kneten         Wir nehmen dafür einen Teigausroller.
Sind die Finger rein?
du Schwein!

Sind die Plätzchen, die wir stechen,             Herz, Mond, Engel, Tannenbaum, …
erstmal auf den Ofenblechen,
warten wir gespannt
verbrannt.                                                        Mit einem Wecker nicht.
[…]

So sah eines unserer Ergebnis aus:

Leckere Vanille-Kipferl. ❤

//Wir wünschen euch
einen frohen vierten Advent
💡 💡 💡 💡 ,
Marie und Kathrin

Lernen oder das Leben mit Vorabi-Klausuren und verdrehten Worten

Wer aufhört zu lernen, glasses-272399_640
hört auf zu leben.
Unbekannt

 

In der vergangenen Woche ging es uns allerdings ganz anders, als dieses Zitat auf den ersten Blick aussagen mag. Natürlich ist Bildung Wissen, Wissen ist nützlich und hilfreich, und ohne Wissen gibt es keinen Fortschritt. Doch diese Seite wollen wir hier jetzt außer Acht lassen.

Heute gibt es nämlich leider nur einen kurzen Beitrag aus unserer Welt, denn die letzte Woche war bei uns beiden mit Klausuren so ausgefüllt, dass gar keine Zeit für Erlebnisse, Abschweifungen im Unterricht oder gar Kreativität blieb (außer bei den Antworten auf die Fragen in den Klausuren 😎 , Anm. v. Kathrin).

„So ein paar Klausuren sind doch harmlos“ werden die Erwachsenen nun denken. Allerdings haben wir diese Woche sogenannte Vorabi-Klausuren geschrieben.

Exkurs:
Vorabi-Klausuren, auch Klausuren unter Abiturbedingungen genannt, werden vor dem Abitur geschrieben, um den Schülern wie uns einen realistischen Eindruck über die spätere Prüfungssituation zu verschaffen.

So haben wir beide z.B. 300min lang eine Biologie-Klausur geschrieben, weil wir beide Biologie auf erhöhtem Niveau (als eN-Kurs oder ehemals Leistungskurs, kurz LK) gewählt haben.

In diesen Stunden der Ruhe stellte eine Mitschülerin allerdings die alles entscheidende Frage zu einer Aufgabe.
In der Aufgabe ging es um Schwalben und uns waren als Material mehrere Diagramme gegeben. Als Frage hallte also durch den Raum: „Was sind Gelege?“. Es machte sich ein allgemeines Grinsen bei uns, einschließlich des gerade betreuenden Lehrers, breit. Er erklärte es ihr und erklärte uns lachend „Das kann ich ruhig erklären. Die Antwort auf diese Frage hätte jeder auch im Duden nachschlagen können.“, da man eigentlich während der Bearbeitungszeit keinerlei Fragen stellen darf.

❗ *Marie reißt Kathrin die Tastatur aus der Hand.* ❗

Marie: Wobei Kathrin sich auch einen sehr kreativen Fehler erlaubt hat ( 😦 , Anm. v. Kathrin).
(weiterhin) Marie: In der Biologie gibt es die adaptive Radiation als Fachbegriff. Kathrin hat in der Arbeit durchgängig radiative Adaption geschrieben. 😛 Das hat unsere Lehrerin, als Kathrin es ihr erzählt hat, sehr zum Lachen gebracht. Auf den Kommentar in der korrigierten Arbeit bin ich gespannt.
Kathrin: Damit wirst du mich jetzt mein Leben lang aufziehen, oder? 😦 😳
Marie: Länger als dein Leben. Auf ewig! 😈 😀

//In diesem Sinne wünschen wir einen
ruhigen 3. Advent 💡 💡 💡
(ohne zu viel Gelerne),
Marie und Kathrin

 

Hundeparkplatz oder einen Alternative zum „am-Fahrradständer-anbinden“

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U nd

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D ienend
frei nach Marie

 

Neulich bin ich mal wieder einem Mann mit einem Hund begegnet. Hunde sind für viele die treusten Freunde des Menschen oder zu mindestens sorgen sie dafür, dass der Mensch ein Stück glücklicher wird, wenn „Hätt ich’n Hund, Hätt ich’n Grund“ (Ina Müller) als Notlüge funktioniert. 😀
Allerdings spreche ich hier nicht aus eigener Erfahrung, weil ich selbst keinen Hund besitze und daher Hunden immer mit Respekt begegne (oder eher mit Angst?! 😎 , Anm. v. Kathrin)…

Ein paar Meter weiter bin ich an einigen Läden vorbeigekommen. Ich kannte vor allem Schilder nach dem Motto:
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Oft mit einem „Hunde müssen draußen bleiben!“ oder für die hochintelligenten, lesefähigen Hunde mit einem „Wir müssen draußen warten!“ abgewandelt.

 
Doch dann habe ich zum ersten Mal so ein Schild gesehen:

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eigene Aufnahme

Keine Sorge, eine Parkuhr oder eine Hunde-Parkscheibe waren nicht in der Nähe. Bei solchen Läden müssen die Hundebesitzer also doch kurz einen kurzen Abschied in Kauf nehmen, wenn sie ihren Gefährten vor der Tür zurücklassen.
Da bekommt die Phrase „Den Hund auf dem Parkplatz zurücklassen“ eine ganz neue Bedeutung…
Oder sie gehen nie wieder einkaufen, um sich nie mehr von dem Hund trennen zu müssen. Oder sie drängeln sich an der lange Schlange von Rentnern vor, indem sie Ina Müllers Textzeile in den Indikativ setzen… (Als ob das heute noch jemand schafft schaffen könnte… 😈 Anm. v. Marie)

/In diesem bellenden Sinne:
Einen frohen Nikolaustag! 💡 💡
Kathrin