Lebenszeichen

Die Entdeckung des Wunderbaren office-755189_1920
im Alltäglichen bedarf der Fähigkeit,
mit den Augen des Herzens sehen zu können.
(Ernst Ferstl )

Huhu, hier kommt ein Lebenszeichen!

Endlich, nach einigen Wochen, erscheint an dieser Stelle wieder ein Blogbeitrag.

Doch zu allererst müssen wir uns entschuldigen: Es tut uns leid, dass wir in den letzten Wochen so wenig Zeit hatten, Eure Blogbeitrage zu lesen oder gar zu kommentieren, und es tut uns leid, dass außer den kurzen Themenbeiträgen des Mitmachblogs hier nicht allzu los war. Leider bezweifeln, dass sich dieser Zustand innerhalb der nächsten Wochen so schnell ändern wird, aber in unseren Alltag muss erst ein bisschen mehr Routine einkehren, damit wir wieder mehr Zeit am PC verbringen. 😳


Aber nun zu der wesentlichen Frage: Wie und womit haben wir die letzten Wochen verbracht?

Meine (Kathrin) Ausbildung läuft mittlerweile schon über sieben Wochen. Eigentlich bin ich bis jetzt ganz zufrieden, auch wenn es noch nicht mein Traumberuf geworden ist.
Die Kollegen im Betrieb sind alle sehr nett. Zwar bin ich die einzige Auszubildende und dementsprechend mit Abstand die Jüngste, aber das stört mich nicht, denn der fehlende Konkurrenzdruck wie ihn manche meiner Mitschüler erfahren, fehlt mir kein bisschen.

Für die Berufsschule pendele ich immer in die nächste größere Stadt. Erstaunlicherweise ist die technische Ausstattung in der Berufsschule sogar besser als am Gymnasium, jedoch ist die Klassenzusammensetzung viel heterogener als ich es erwartet hatte. Von den über 30 Leuten sind nur eine Handvoll in meinem Alter, während die anderen alle älter sind und als Ausgangsqualifikation entweder schon eine Ausbildung, ein abgebrochenes BWL-/Wirtschaftswissenschaften-Studium, schon Studienabschlüsse oder zu mindestens das Abitur an einem Wirtschaftsgymnasium haben. Mein Abitur an einer allgemeinbildenden Schule ist dagegen eine sehr branchenfremde Startposition.

Es ist daher wirklich eine Umstellung, weil schon allein das Themengebiet so anders als Allgemeinbildung ist. Und es ist neu, dass ich nicht mehr nachdenken und wie in der Oberstufen vieles (oder alles? 😛 , Anm. v. Marie) hinterfragen darf, weil wir die Gesetze so hinnehmen sollen statt sie zu hinterfragen. Und letztendlich ist muss ich mich erst an die Welt des Kaffees gewöhnen, weil ich aus einem Teetrinker-Haushalt komme, indem es nur eine Filter-Kaffee-Maschine gibt – die Frage, ob man einen Cappuccino mit Milch serviere, hat zu mindestens für einen Lacher gesorgt und meine nicht-vorhandene Kaffee-Kompetenz eindrucksvoll bestätigt. 😳


Und auch bei mir (Marie) geht es allmählich richtig los. Nachdem ich erst im Urlaub war, habe ich mittlerweile eine Zulassung für Pharmazie bekommen. Jetzt stecke ich in den Vorbereitungen für das Studium und plane im Moment meinen Umzug – ganz nebenbei habe ich letzte Woche einen Birnenkuchen gebacken… (Achja, Student müsste man sein. So viel Zeit hätte ich auch gerne. 😎 , Anm. v. Kathrin)

Das ist im Moment der aktuelle Stand der Dinge. Jetzt wollen wir beide aber noch ein bisschen raus gehen und die Eisdielen-Zeit nutzen, bevor bald wieder die „Winterpause“ beginnt. 🙂
Wir hoffen, Ihr genießt ebenfalls das schöne Wetter an diesem Altweibersommer-Wochenende!

//Viele liebe Grüße
senden
Marie und Kathrin

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Gesucht und (nicht) gefunden

Wer hat heute schon etwas online gesucht und/oder bestellt? 😀

MitmachBlog

„Ich weiß nur, dass es Leute gibt, die da so ein Programm entwickelt haben, womit man mit basket-156835_1280einzelnen Fundwörtern dann was finden kann, aber ich mach das nie.“
(Hans-Christian Ströbele (Grüne), auf die Aufforderung, unterschiedliche Browser zu nennen.)

Es ist kein Geheimnis, dass wir Menschen im Laufe der Zeit immer gläserner werden. Damit meinen wir nicht das steigende Arthrose-Risiko mit zunehmendem Alter, sondern unsere Identität im Internet. Denn egal ob wir unsere Chroniken regelmäßig löschen, im Inkognito-Modus surfen oder die Cookies nicht akzeptieren – wir hinterlassen unsere Datenspuren immer und überall. So auch insbesondere beim Online-Shopping.

Beispielsweise wollte ich (Kathrin) einem Familienmitglied zum Geburtstag mit einem Überraschungsgeschenk eine Freude machen. Also habe ich im Internet gesucht, gefunden, Marie die Daten zur Bestellung übermittelt und am Ende den Browserverlauf gelöscht. Trotzdem bekam jenes Familienmitglied am darauffolgenden Tag Werbung für genau diese Geschenke angezeigt. Zufall, meinte ich lapidar, aber innerlich hat es…

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Voller (Ein-)Satz

Achtung: Hypotaxe in Kombination mit leichter Sinnlosigkeit!

MitmachBlog

speech-1027854_1920Das Wort „Kauderwelsch“ setzt sich aus zwei Worten zusammen: Kauen und Welsh. Welsh ist die merkwürdige Sprache, die in Wales gesprochen wird, weil die Welse von den Engländern nicht verstanden werden wollen. Kauen ist das mechanische Zerkleinern von fester Nahrung im oralen Bereich; es hat die Eigenart, die Artikulation des Menschen defizitär werden zu lassen.
(http://www.stupidedia.org/stupi/Kauderwelsch)

Habt ihr schon mal in einem Vortrag gesessen, indem ihr kein Wort verstanden habt, weil der Vortragende einfach nicht zum Punkt gekommen ist?
Wir haben uns immer gefragt, wie das eigentlich genau funktioniert. Mit viel Bastelei ist es auch uns gelungen, aus einem Satz einen ganzen Text zu fabrizieren und mit ganz viel unnützem Balast zu verbinden:

Als wir – dieses Personalpronomen steht stellvertretend für, d.h. anstelle von oder als Ersatz für, Marie und Kathrin, die gemeinsam den Blog, also eine Art virtuelles Tagebuch im Internet, betreiben, und soll zeigen, dass wir gemeinsam…

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Wer die Wahl hat, …

Heute ist Wahltag.

MitmachBlog

elections-450166_1920„Das beste Argument gegen
die Demokratie ist ein
fünfminütiges Gespräch
mit dem durchschnittlichen Wähler.“

Winston Churchill

Wer die Wahl hat, hat die Qual die Hoffnung, etwas bewegen zu können.
Schließlich wird uns von den Parteien vor einer Wahl suggeriert, dass unsere Stimme, die einzelne Stimme eines kleinen Einwohnerchens, über das Schicksal der Gemeinde, des Bundeslandes oder gar der gesamten Bundesrepublik entscheiden könnte. Denn wenn wir die Partei X wählen, versprechen sie uns Wunder in Form von revolutionären Haushaltsplänen und Veränderungen, die unseren Lebensstandard auf ein noch nie da gewesenes Niveau anheben sollen. Eigentlich wären das tolle Neuigkeiten, wenn die Parteien auch noch nach den Wahlen an ihrem Parteiprogramm festhalten würden…

Dieser Illusion müssen wir uns heute in Niedersachsen hingeben. Es steht die Kommunalwahl vor Tür. Seit Wochen verschönern Wahlplakate die Straßen, in den Zeitungen springen uns große Anzeigen entgegen und auch Facebook wählt gezielt Anzeigen aus, „die uns interessieren…

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Gemeinsames Schweigen

Der heutige Beitrag wird ohne Worte rebloggt – stattdessen mit Schweigen…

MitmachBlog

sunset-600095_1920Redepause
Stille erfahren
Kommunikation ohne Worte
unausgesprochenen Gedanken Bedeutung verleihen
Schweigen
© abgebrochenerbleistift

Über das, worüber man nicht spricht, schweigt man oftmals.
Denn sicherlich kennt jeder dieses unangenehme Schweigen, wenn man jemandem gegenübersitzt und keine Worte (mehr) findet oder man ein Problem partout nicht ansprechen mag. Normalerweise setzt in solchen Situationen ja oft der Fluchtreflex ein oder man probiert, irgendwie zwanghaft ein Thema zu finden.

Aber es gibt auch ein angenehmes Schweigen, wenn man gemeinsam schweigt.

In diesem Beitrag habe ich so eine Situation beschrieben:

Ich werde mich wohl noch lange an meine letzte Deutschstunde erinnern, an deren Ende wir im Stuhlkreis saßen und geschwiegen haben. Und dieses Schweigen war ein angenehmes, einvernehmliches Schweigen gewesen. Kein Schüler schwieg, weil er die Antwort auf eine Frage nicht wusste. Und der Lehrer schwieg nicht, weil er nach einem neuen Erklärungsansatz suchte. Nein, es war alles gesagt worden. In den letzten zwei Jahren…

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