Abiball 2.0

„Es gehört mehr accommodations-710045_1920 (1)
zum Tanz als rote Schuh.“
(Sprichwort)

Mein Blick auf meinen eigenen Abiball könnte ich rückblickend wohl als sehr skeptisch beschreiben (wer mag, kann das hier noch einmal nachlesen). Dafür kann ich nun sagen: Nicht jeder Abiball muss so sein!

Dieses Jahr war ich nämlich auf dem Abiball des diesjährigen Abschlussjahrgangs, weil eine gute Freundin zu den Absolventen gehörte. Denn während letztes Jahr jene Freundin uns durch den Abend begleitet hatte, war es im diesen Jahr der umgekehrte Fall.

Und ich kann sagen: Es hat sich gelohnt.

Die Kleider-Frage war dieses Jahr definitiv schneller zu beantworten. Ohne aufwendige Abendgarderobe reichte ein „normales“ elegantes Kleid aus, ohne viel Geld investieren zu müssen. Auch der gesellschaftliche Druck („Es muss ein schöner Abend werden!“) entfiel dieses Jahr schließlich für mich völlig.

Sogar das Wetter zeigte sich dieses Jahr von seiner besseren Seite: Der erbitterte Kampf um eine nahegelegenen Parkplatz war letztes Jahr eingebettet in strömenden Regen gewesen, während dieses Jahr ohne erbitterten Parkplatzkampf (keine Ahnung wieso, obwohl ich zu einer ähnlichen Uhrzeit dort war) die Sonne sogar etwas vom Himmel schien.

Vielleicht lag es an dem Wetter oder genau an jenem fehlenden Druck oder daran, dass es ich nur Zuschauer war, aber auf jeden Fall konnte ich so in aller Ruhe den Abend in netter Gesellschaft verbringen.

Das Essen war ähnlich, der Aufbau des Saales auch und die Toiletten (viele Frauen werden diesen Aspekt nachvollziehen können 😛 ) hatten sich ebenfalls nicht verändert.

So konnte ich beobachten, bekannten Gesichtern Glückwünsche aussprechen und unbekannte Gesichter grübelnd Namen zuordnen.

Im Laufe des Abends habe ich ein paar Lehrer gesehen, die ich kannte. Meinem ehemaligen Leistungskurslehrer stand ich sogar gegenüber, aber ich hatte in dem Moment nicht das Gefühl, dass er mich überhaupt erkannt hat.

Wer mich hingegen erkannt hat, war jene Lehrerin, die Marie und mich in unserem mündlichen Prüfungsfach begleitet hat.
Und wo ist der perfekte Ort für ein Gespräch? Richtig, vor der Toilette. 😀
Es folgten allgemeine Floskeln über Beruf und die allgemeine Situation, bis hin zu einer Erinnerung an uns ihrerseits. „Sie waren wirklich ein toller Kurs.“, erklärt sie, „Der Kurs dieses Jahr… Nunja…“ Ich nicke verständnisvoll: „Es hat uns auch immer sehr viel Spaß gemacht!“ „Und wenn ich an die mündliche Prüfungen Ihres Kurses denke…“ Sie erzählt von der schwierigen Notengebung dieses Jahr und erinnert sich, mit welcher Note ich abgeschnitten habe. „Aber“, ergänzt sie, „Marie war ja noch einen Punkt besser als Sie.“ (Anm. v. Marie: Das war so typisch für die Lehrerin, mich so mit dir zu vergleichen, sodass ich besser abgeschnitten habe als du. 😈 )
Ich nicke und werde prompt über Marie ausgefragt, was sie jetzt eigentlich täte. Kurz und knapp fasse ich Maries Leben zusammen, bevor wir uns schließlich verabschieden (und ich Marie viele Grüße ausrichten möge) und jeder seinen Weg fortsetzt.

Am Ende des Abends werde ich meinen Weg sogar nicht nur nach Hause, sondern auch zu dem Zuhause der Freundin fortsetzen, der ich schon im Vorfeld meinem Fahrdienst zugesagt hatte.

Eigentlich war es ein schöner Abend. Uneigentlich auch. Die Investition in die Karte hat sich auf jeden Fall gelohnt. Beim 2. Mal wird manchmal eben doch einiges besser! 🙂

//Viele liebe Grüße
von Kathrin

 

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Alle Jahre wieder…

„Klausurenphase ist, wenn man beim über die Straße gehen nicht nach links und rechts guckt, weil überfahren werden eine echte Alternative ist.“
(Unbekannt)


„Alle Jahre wieder kommt eine Klausur,
Chemie, Physik, Bio,
von Wissen keine Spur.“
*

 

Es hat wieder die schönste Zeit im Semester begonnen. Volle Bibliotheken, Verzweiflung, Zeitmangel und noch mehr Verzweiflung. Wer würde sich nicht auf diese schöne Zeit freuen?

Auch ich muss mein Talent der Prokrastination unterdrücken und mich produktiv und motiviert an meinen Schreibtisch setzen! (Wenn das nur so einfach wäre wie das Schreiben dieses Satzes.)

Spaß beiseite, es könnte schlimmer sein. Ich schreibe nur vier Klausuren nächsten Monat. Und es sind auch nur vier vollkommen verschiedene Fächer, für die ich einzeln lernen muss, da sie nichts miteinander zu tun haben. Und ich muss parallel nicht auch noch zwei Praktika machen.

Seufz.

Aber nun mal wirklich Spaß beiseite und raus mit dem Optimismus.

Jede bestandene Klausur bringt mich weiter nach vorne, näher an einen Abschluss. Das ist eine verdammt gute Motivation, fast so gut wie der Drang, die Klausuren nicht nochmal schreiben zu müssen.

Und um zum Schluss allen Mit-Studenten ein schlechtes Gewissen zu machen: Ja, ich habe bereits mit dem Lernen angefangen. 😉 😛

* Ich entschuldige mich ausdrücklich für die schlechte Dichterei. **
** Zum Glück studiere ich nicht Germanistik.

//Viele liebe Grüße
von Marie

Liveschaltung zum Dachschaden

„Nicht alle Wolken bringen Regen.“
(Aus Holland)

[30.5., 11:06] Marie: Du weißt, dass dein Hörsaal älter ist, wenn es aufgrund von regen draußen drinnen von der Decke tropft. Vorlesung dann vorzeitig beendet. 😅
[30.5., 11:07] Kathrin: Waaas? 😱
[30.5., 11:08] Marie: Ja, dezentes Mistwetter und eine tropfende Decke. 😅
[30.5., 11:18] Kathrin: Wie lange ging die Vorlesung insgesamt? 😄
[30.5., 11:18] Marie: Ganze 15 Minuten. Erst nur wenige Tropfen, es ging noch, dann kam ein kleiner Strahl runter und der Professor gab auf…
[30.5., 11:21] Kathrin: Welches Thema hat er denn referiert? Wasser? 😜
[30.5., 11:21] Marie: Argentometrie. 😜 Ich bin nur froh dass das Wasser zwei Reihen vor mir runterkam. 😂
[30.5., 11:22] Kathrin: Saßen da Leute?
[30.5., 11:22] Marie: Nein. (Leider.)
[30.5., 11:24] Kathrin: Schadenfreude deinerseits?
[30.5., 11:24] Marie: Ich hätte da sitzende Leute sehr amüsant gefunden. Hätte mir den Tag versüßt. Verregnet war er da ja schon.😂
[30.5., 11:25] Kathrin: Ist der Hörsaal mittlerweile wieder wasserdicht? 😄
[30.5., 11:28] Marie: Keine Ahnung, war ja meine letzte Vorlesung für heute. 😄 Ich werde es morgen früh erfahren. 😅
[30.5., 11:28] Kathrin: Du musst mich auf dem Laufenden halten.
[30.5., 11:32] Marie: Morgen um 8 gibt es die Dachschaden-News live von den Physikern. 😄
[30.5., 11:34] Kathrin: Cool, eine Liveschaltung! 😎

[31.5., 08:15] Marie: *Nachrichtenmusik*
Hier ist eine live Sondersendung. Ich bin ihr Moderator, dezent Gelangweilt. Gestern erreichte uns die tragische Nachricht eines Dachschadens bei den Physikern. Ich gebe nun ab zu unserer Korrespondentin vor Ort Marie. Marie?
„Dezent ich bin hier im Universitätsgebäude, wo mich die gute Nachricht erreicht, dass bisher alles trocken ist. Die gestrigen Pfützen wurden aufgewischt. Allerdings wird sich die weitere Entwicklung erst bei einer Wetterverschlechterung zeigen, da aktuell kein Wasser von oben durch das Dach kommen könnte. Bei Veränderung der Situation melde ich mich zurück.“
Danke an Marie für dieses Update. Nun zurück zu ihrem üblichen Tagesprogramm.
*Nachrichtenmusik*
[31.5., 08:45] Kathrin: Vielen Dank, liebe Korrespondentin Marie!
[31.5., 08:34] Marie: Neue Entwicklung! Der Beamer geht nicht. Der Professor ist ratlos.
[31.5., 08:45] Kathrin: Ein Wasserschadenopfer?
[31.5., 08:49] Marie: Möglich wäre es. Die Vorlesung ist jetzt ausgefallen.
[31.5., 08:56] Kathrin: Gibt es keine Tafel?
[31.5., 09:03] Marie: Doch, aber wenn man Bilder von Pflanzen zeigen will, ist kein Beamer ungünstig.
[31.5., 09:45] Kathrin: Bücher? Wandkarten? Overheadprojektor?
[31.5., 09:54] Marie: Es ist ausgefallen. Lass mir doch die Freude. 😄

//Viele liebe Grüße von
Marie und Kathrin

 

Auf der Bank zum Glück?

„Wenn ein Banker auf einen Vorschlag „nein“ sagt, meint er „vielleicht“, sagt er „vielleicht“, meint er „ja“, und wenn er spontan „ja“ sagt, ist er kein guter Banker.“
(André Kostolany)


Am Wochenende hatte ich ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit einer guten Bekannten, die wie ich nach dem Abitur eine Ausbildung begonnen hat – allerdings zur Bankkauffrau.

Wir arbeiten beide mit Zahlen – aber doch mit anderen Werten.
Wir arbeiten beide im Büro – aber unter unterschiedlichen Bedingungen.
Wir arbeiten beide für Menschen – aber aus verschiedenen Berufsgründen.

Es war sehr interessant, ihr zuzuhören. Die Unterschiede zwischen unseren Ausbildungen sind natürlich relativ groß, was schon im Fach Rechnungswesen deutlich wurde, als wir uns über unsere Zwischenprüfungen unterhalten haben.

In meiner Klasse in der Berufsschule habe ich ebenfalls Bankkaufleute kennengelernt, die mit diesem Beruf nicht leben konnten/wollten, und nun eine Ausbildung zu Steuerfachangestellten machen.

Sie hingegen mag den Beruf, den sie gerade lernt, sehr, und aus ihren Worten wurde deutlich, dass dieser Beruf zu ihr passt. Davor habe ich Respekt, denn sie war schon seit ich sie kenne davon überzeugt, in diesem Beruf arbeiten zu wollen, sodass sie immer darauf hingearbeitet hat. Für mich wäre das Bankwesen wohl nichts gewesen, denn ich arbeite lieber auf der Seite des Menschen als auf der Seite des Geldes.
Zum Glück das ist ja aber eine individuelle Einstellungssache. 🙂

//Viele liebe Grüße
von Kathrin

Kleinstadt mitten in der Großstadt

Mitten in der Stadt
beschreibt man
das Landleben am schönsten.
(Jules Renard)

Wir beide kommen aus zwei Kleinstädten.
Wir kennen es noch, wenn statt eines Nachbarhauses auf einmal das freie Feld beginnt – auch wenn das im Laufe der Jahre auch hier fast verschwunden ist.
Hin und wieder sehen wir sogar echte Kühe auf der Weide stehen und wissen, dass die Milch nicht aus Milchtüten ins Müsli, sondern von der Kuh in den Tanklaster in die Milchtüte und erst danach ins Müsli kommt.
Außerdem kontrollieren bei uns noch die Busfahrer selbst die Fahrkarten, statt auf einen Kontrolleur zu warten.

Und dann kommt der Tag, an dem wir uns länger als nur für einen Tagesausflug oder für einen gezielten Zweck in der Großstadt aufhalten bzw. mit Menschen in Kontakt treten, die dort geboren sind.
Das kann für beide Seiten (!) sehr amüsant sein.

Beispielsweise ging ich, Kathrin, neulich durch einen Gang in der Schule, dessen eine Seite aus Glas besteht und direkt an eine ganz kleine Grasfläche grenzt, bevor danach wieder ein gepflasterter Parkplatz beginnt. Mitten im Gang hatte sich eine Menschentraube gebildet und blickte aus dem Fenster. Viele von ihnen zücken ihr Handy und reden wild durcheinander.
Der Grund befindet sich sitzt vor dem Fenster: Ein kleines Kaninchen sitzt im Gras und blickt relativ gelassen in die Welt.

Ich zücke nicht mein Handy für ein Foto, sondern muss an meinen Rückweg vom Bahnhof denken. Dort fahre ich an Feldern vorbei, in denen vermutlich noch echte Kleinstadt-Kaninchen leben.  🙂

Umgekehrt funktioniert das Ganze übrigens auch.
Denn wenn ich, Marie, für Wege, z.B. zum Einkaufen, stets eine relativ große Zeitspanne einplane, werde ich von meinen Kommilitonen erstaunt angesehen. Lange Wege zum Bahnhof? Mit dem Auto zum nächsten Supermarkt fahren? Busse, die nicht im Minutentakt abfahren? Über so etwas können eingeborene Stadtmenschen oft nur staunen.
Mittlerweile hat sich dieses eine-Menge-Zeit-einplanen aber auch schon bei mir etwas gelegt.
Der Mensch ist schließlich anpassungsfähig. 🙂

//Viele liebe Grüße von
Marie und Kathrin

Mathematische Begrifflichkeiten

„Du wolltest doch Algebra,
da hast du den Salat.“
(Jules Verne)

Gemeinsam mit meinem Nachhilfeschüler bearbeite ich eine Aufgaben zur Kurvendiskussion.

Nach dem ersten Schreck („Oh, das sieht kompliziert aus!„) kommt die Verzweilfung („Wie geht das?“), die sich in einer sehr ungewöhnlichen Form zeigt…

Ich: „Was brauchen wir denn als erstes, um die Extremstellen bestimmen zu können?“
Nachhilfeschüler: „Äh…“
Ich: „Wie bekommen wir denn z.B. ein f'(x)?“
Nachhilfeschüler: „Ähm…“
Ich: „Wie heißt denn das, was du jetzt machen sollst?“
Nachhilfeschüler: „Herunterbringen? Oder so ähnlich?“
Ich: „Ableiten. f'(x) ist die 1. Ableitung von f(x).“
Nachhilfeschüler: „Achso, das meinst du!“

Manchmal sind die Mathematik und ihre Ausdrucksweise doch ein Rätsel für sich, oder? 😆

//Viele liebe Grüße
von Kathrin

Statisten unter sich?

„Statistik ist ein Verfahren,
welches gestattet,
geschätzte Größen mit
der Genauigkeit von Hundertstel
auszudrücken.“
(Helmahr Nahr)

Es ist Zeit für etwas Unterricht. Berufsschulunterricht.
In dieser Stunde bereiten wir uns für die Zwischenprüfung vor, indem wir die Zwischenprüfungen der vergangenen Jahre bearbeiten und danach besprechen.

Hier in Niedersachsen besteht die Zwischenprüfung aus Multiple-Chocie-Aufgaben, die mit einer Gleichverteilung bzw. einer Wahrscheinlichkeit von 25% richtig gelöst werden können (Anzahl A = Anzahl B = Anzahl C = Anzahl D).

Zwei Mitschüler haben die alten Klausuren nur nach diesem Prinzip gelöst:

Lehrer (nach der Besprechung aller Aufgaben): „Und wie hätten unsere beiden Statisten abgeschnitten?“
Die beiden Schüler blicken ihn lachend an: „Statisten?“
Lehrer (bemerkt erst jetzt seinen Fehler): „Oh, äh, ich wollte natürlich wissen, wie unsere Statistiker abgeschnitten hätten…“


Währenddessen hat Marie übrigens ihre Mathematik-Klausur bestanden!

//Viele liebe Grüße von
Marie und Kathrin

Berufsschulerlebnisse auf hohem Nivea(u)

„Money makes wp-1488559915350.jpg
the world go round.“
(John Cassidy)

Es ist wieder Zeit für die Berufsschule. Dieses Mal gibt es einen Einblick in das Fach Rechnungswesen.

Wir beschäftigen uns mit Abschreibungen, d.h. damit, dass Gegenstände aller Art im Laufe einer festgelegten Zeit an Geldwert verlieren. Konkret betrachten wir gerade die Situation, wenn ein Unternehmen ein anderes übernimmt bzw. mit welch‘ oft immensen Geldmengen so eine Übernahme verbunden ist.

Lehrerin: „Wenn einer von Ihnen heute Nivea kaufen wollte, müsste er sicherlich ein Vermögen bezahlen!“
Schüler (leise): „Eigentlich reichen dafür schon 2€…“

Wenn das doch in der Unternehmenspolitik immer alles so einfach wäre…

//Viele liebe Grüße
von Kathrin

Themenmonat: Woche 4

„Eine lange Reise hört nicht
am Ziel auf.
Ein Stück von uns wird im Geiste
immer weiterreisen.“
(Andreas Bechstein)

Wir sitzen in einem Eiscafé und blicken auf die Straße. Erst vor einer Woche hat die Eisdiele die Saison für dieses Jahr eröffnet. Schließlich ist es mittlerweile schon Ende Februar.

Kathrin: „Kannst du dich noch darin erinnern, als wir vor vier Wochen dachten, der Themenmonat wäre noch Ewigkeiten entfernt?“

Marie: „Du meinst, als wir dachten, dass wir im Feburar genug Zeit für ausführlich Beiträge hätten, und uns nicht wie in den letzten Wochen einfach nur die Themen gegenseitig zugeschoben haben?“

Kathrin: „So in etwa…“

Marie: „Und jetzt ist der Themenmonat schon fast vorbei. Was erst noch Zukunft war, ist schon fast wieder Vergangenheit.“

Kathrin nickt.

Marie: „Und mein erstes Semester nähert sich langsam auch dem Ende…“

Kathrin: „Passend ist dazu lautet die Frage zum aktuellen Thema: Perspektiven und Wünsche?“

Marie: „Stimmt, das ist eine gute und sehr berechtigte Frage!“

Kathrin: „Gefällt dir Pharmazie immer noch wie am ersten Tag?“

Marie: „Oh ja, auf jeden Fall! Und auch jetzt, während meiner Famulatur und den Klausuren nebenbei, habe ich immer noch das Gefühl, mich für das richtige Studienfach entschieden zu haben.“

Kathrin: „Wäre denn die Arbeit in der Apotheke auch langfristig etwas für dich?“

Marie: „Vielleicht. Die Arbeit mit den Menschen macht sehr viel Spaß, auch das Anrühren der Salben ist fast wie im Labor – einfach irre, was man wie beim Kochen so alles kreieren kann. Aber eigentlich, wenn ich so wirklich ehrlich bin…“

Kathrin: „Was dann?“

Marie: „…Dann würde ich wirklich gerne in die Forschung bzw. in die Industrie gehen. Der Gedanke, etwas entwickeln zu können bzw. an dem Prozess zu etwas mitwirken zu dürfen, das Menschen vielleicht irgendwann helfen kann, reizt mich natürlich ungemein. Das wäre mein heutiges Ziel.“

Kathrin: „Das klingt gut! Und es würde vermutlich auch super zu dir passen.“

Marie: „Und was ist dein Ziel?“

Kathrin: „Ich weiß es nicht. Eigentlich dachte ich ja immer, dass ich auf gar keinen Fall im Steuerwesen bleiben möchte, aber mittlerweile ist es gar nicht so schlecht. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, auch wenn ich nach wie vor am liebsten mehr mit Menschen arbeiten würde, als wie es momentan der Fall ist. Vielleicht müsste ich dazu erst andere Qualifikationen vorweisen können, um richtige Beratungsgespräche führen zu können.“ (Lachen)

Marie: „Und wie wäre es mit einem Studium?“

Kathrin: „Wenn sich die Möglichkeit dazu bietet, wäre das toll. Die Chance würde ich nutzen – auch wenn ich mir ein reines BWL-Studium im Moment noch nicht vorstellen kann. Aber zum Glück gibt es ja auch Möglichkeiten, andere Fachrichtungen mit dem Wirtschaftsaspekt zu kombinieren oder sich direkt auf eine feste Fachrichtung zu spezialisieren.“

Marie: „Zur Not eröffne ich eine Apotheke und stelle dich für die Buchführung ein.“

Kathrin: „Das wäre doch mal ein verrückter Plan!“

Marie: „Darum kommt er ja auch von mir!“

An dieser Stelle möchten wir noch etwas Anderes loswerden:

Änschie hatte den Themenmonat mit dem Ziel begonnen, über die eigenen Erfahrungen berichten und anderen möglicherweise dadurch weiterhelfen zu können.
Vielleicht ist uns beiden das nicht optimal gelungen, weil wir die Themen nicht durchgängig zu unserem jeweiligen Weg beantwortet haben.
Doch trotzdem hat es uns sehr viel Spaß gemacht, wofür wir Änschie danken möchten!

Zuletzt möchten wir alle ermutigen, bei der Suche nach dem richtigen Beruf nicht (oder nur sehr begrenzt) auf irgendwelche fremden Meinungen zu hören – im Endeffekt seid Ihr es schließlich, die mit der Entscheidung leben müsst!
Vielleicht gelingt es Euch wie Marie, direkt den passenden Weg zu finden, oder Ihr bemerkt erst später wie Kathrin, dass der erst so unpassend erscheinende Weg doch zu einer möglichen Perspektive führen kann.

Wichtig ist und bleibt deshalb, dass Ihr zu mindestens einen Weg ausprobiert. Ihn unterwegs zu wechseln, ist dank der heutigen Navigationstechnik nahezu jederzeit möglich, aber den ersten Schritt zu Beginn dieser Reise kann Euch selbst die Technik nicht abnehmen!

//Eine schöne Woche wünschen
Marie und Kathrin


Außerdem dabei beim Themenmonat sind:

Änschie

Hermione

Schreibfischchen

LunaUmbra

Pflaegermeister

Lächeln und Nicken

Janines Yogablog

Viel Spaß beim Durchstöbern! 🙂

Themenmonat: Woche 3

„Das Geheimnis des do-not-give-up-2015253_1920
ausserordentlichen
Menschen ist in den
meisten Fällen nichts
als Konsequenz.“
(Buddha)

Schon wieder ist eine Woche wie im Flug vergangen. Daher wird es Zeit für ein neues Thema!

Diese Woche geht es um eines der zentralen Themen junger Menschen überhaupt: Motivation, Haushalt und andere Katastrophen.

Und wer könnte das besser präsentieren als eine Studentin wie Marie? 😀


Here we go again! Oder auch hallo mal wieder!

Nach einer erfolgreich bestandenen Chemieklausur melde ich mich aus den Semesterferien oder eher der vorlesungsfreien Zeit (- als ob ein Student Ferien hätte 😉 ).

Diese Woche wollen wir uns also dem Thema „Motivation“ widmen.

Ich weiß gar nicht so recht, was ich dazu schreiben soll. Motivation ist nichts, was ich mir erst irgendwo herholen muss. Wenn eine Klausur ansteht, dann wird gelernt, Punkt. Wenn mir meine Wohnung zu unordentlich ist, putze ich. Manchmal kann das Leben schon einfach sein, oder? 😀 Fragt bitte nicht, woher das kommt. Eigentlich bin ich ein total fauler Mensch, der gerne auf dem Bett liegt oder es sich sonst wo gemütlich macht, und dann gerne Serien guckt oder anders prokrastiniert.

Aber wenn etwas Wichtiges ansteht, dann ist es für mich selbstverständlich das zu erledigen, da fehlt es dann nicht an Motivation. Vielleicht kommt das ein Stück weit von der Erziehung und dem Spruch „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“, der mir mitgegeben wurde. Oder ich bin einfach so begeistert von meinem Studium, dass mir Haushalt und Lernen so leicht von der Hand gehen, beides eigentlich sehr schön.

Nichtsdestotrotz bin ich natürlich auch mal niedergeschlagen, wenn etwas nicht klappt, Nachweisreaktionen im Praktikum zum Beispiel, die einfach nicht so funktionieren, wie sie sollten, sodass man ihn nochmal und nochmal und nochmal machen muss…..aber das gute Gefühl, wenn es nach x Versuchen endlich klappt, hat etwas für sich.

Diese Text hilft den Motivationssuchenden hier wohl eher wenig, sorry, aber so sind die Tatsachen… 😛

//Kommt gut durch die Woche!
Marie


Außerdem dabei beim Themenmonat sind:
Viel Spaß beim Durchstöbern! 🙂